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Virtual Hollywood I – Influencer auf Youtube

Virtual Hollywood – Influencer auf Youtube

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Tausende junge Leute. Gekreische. Millionen Fotos und Selfies werden gemacht. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Konzert von Justin Bieber ist in Wirklichkeit ein Meet & Greet mit Paola Maria. Paola Maria ist inzwischen eine der bekanntesten und beliebtesten Influencer auf Youtube. Angefangen hat sie mit eigenen Hauls und Tutorials und baute sich so mit der Zeit ein immer größeres Publikum auf. Die Zielgruppe? Hauptsächlich Mädchen im Alter von 12-17 Jahren.

Influencer-Marketing gewann für Unternehmen im letzten Jahr immer mehr an Bedeutung. Aber macht es wirklich Sinn die jungen Blogger und Youtuber als Werbefigur für die eigenen Produkte zu nutzen und wie wählt man überhaupt den richtigen Influencer aus?

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Authentizität – Der Schlüssel zum Erfolg

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Bei Youtube darf jeder ein freier Künstler sein. Es gibt keinerlei Techniken, die YouTuber einhalten müssen, um hoch hinaus zu kommen. Solange es die Aufmerksamkeit von den Zuschauern fängt, ist alles möglich.

Neben der guten Unterhaltung, ist Authentizität das Wichtigste auf YouTube. Wer nicht echt wirkt, hat wenig Chancen auf dem Siegertreppchen zu stehen. Erzählt ein Youtuber viel über sich selbst und dreht auch private Videos, gewinnen die Produktvorstellungen automatisch mehr an Authentizität. Die Unternehmen bauen darauf, dass ihre Botschaft die Zielgruppe anspricht, weil sie überhaupt nicht nach Werbung aussieht, sondern eher nach einer Empfehlung der besten Freundin. Weil die Influencer auch privaten Inhalt veröffentlichen, wirken sie vertrauensvoll. Fast ein wenig wie die große Schwester oder der große Bruder.

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Die Auswahl des Influencers

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Um einen großen Streuverlust zu vermeiden, sollten Unternehmen vorher viel Zeit mit der Auswahl des richtigen Influencers verbringen. Im besten Fall ist der Influencer selbst ein Fan von diesem oder ähnlichen Produkten und beschäftigt sich viel mit dem Thema. Viel wichtiger als die Reichweite ist, das größtmögliche Engagement und die meisten Interactions zu erzielen. So kann ein „kleiner“ Influencer (auch Micro-Influencer) mit aktiven Fans meist viel mehr für eine bestimmte Marke erreichen als ein Influencer mit vielen Abonnenten aber verschiedenen Interessen.

Einige Plattformen wie z.B. Reelio oder famebit, bieten den Unternehmen gute Möglichkeiten sich einen Influencer zu suchen der zu Ihnen passt. Der Nachteil hierbei ist, dass der persönliche Kontakt völlig in den Hintergrund tritt, was in Ordnung, aber meist nicht gewünscht ist. Strukturierte, klare Vorstellungen und im besten Fall ein persönliches Gespräch, führen den Influencer und das jeweilige Unternehmen zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Da die meisten Unternehmen nicht die personellen Ressourcen dafür besitzen, engagieren viele eine Agentur, welche die Vorstellungen des Unternehmens übermittelt und mit dem Influencer persönlich in Kontakt tritt, um das strategisch Beste aus der Kampagne herauszuholen.

Doch wer weiß letztendlich immernoch am besten wie man die meisten Fans eines Unternehmens erreicht? Richtig, der YouTuber! Als Unternehmen sollte man erste Ansätze für die Kampagne mitbringen, den Feinschliff jedoch dem Influencer überlassen.

Der virale Effekt ist ebenfalls ein positiver Faktor für das Influencer-Marketing. Wichtige Botschaften können in kurzer Zeit durch Likes, Shares und Comments um die ganze Welt gehen. Denn ein weiterer großer Vorteil beim Influencer-Marketing für das Unternehmen ist, dass sie das bereits vorhandene Publikum vom Influencer nutzen können, um ihr Produkt bei der entsprechenden Zielgruppe zu vermarkten. Die Follower können also gleichzeitig den richtigen Influencer bestimmen.

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Best Practice

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Wie es richtig geht zeigt die Techniker Krankenkasse. In Kooperation mit mehreren Youtubern, u.a. LeFloid stellte die TK eine Kampagne auf die Beine. In dem Werbevideo für die Techniker Krankenkasse, berichtet LeFloid über seinen Traum, Chirurg zu werden. Ein Unfall mit dem Rad zerstörte diesen Traum. Neben LeFloid sollten noch weitere YouTube-Stars ihre Tiefschläge mit der Welt teilen.

Die Kampagne der TK setzt auf die Erzeugung von Emotionen und die Bekanntheit der Youtuber. Sie wollen hauptsächlich Jugendliche und Erwachsene erreichen. Die Kreation der Kampagne setzt sich aus einem Dreiklang (Traum, Ereignis, neues Leben) zusammen, erzählt von einer bekannten Person.

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Worst Case

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Ein Beispiel dafür wie es nicht laufen sollte, liefert das Bibi-Phone. Das Smartphone, welches von der Telekom in Kooperation mit der Youtuberin BibisBeautyPalace herausgebracht wurde, ist eine Special Edition des Sony Xperia M4 Aqua mit exklusiven Fotos und Videos von Bibi und einer handsignierten Rückseite.                                                               

Die Reaktionen auf den Launch des Produktes in den sozialen Medien sind gnadenlos:

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Ein gutes Beispiel für schlechtes Influencer-Marketing! Vor allem die ältere Generation ist empört, dass den jungen Leuten so das Geld „aus der Tasche gezogen wird“. Die Zielgruppe des Smartphones (Bibis Fans) und die tatsächlichen Käufer des Produktes (die Eltern der Fans) sind in diesem Fall zwei verschiedene Personen. Im Idealfall sollte die Zielgruppe gleichzeitig auch der Konsument sein!

Influencer-Marketing auf Youtube kann also durchaus ein großer Erfolg werden, wenn die richtige Auswahl des Influencers erst einmal getroffen ist und die Zielgruppenansprache gelingt.

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Auf folgende Aspekte sollten Unternehmen zusätzlich achten, um die Influencerkampagne (strategisch) zu beflügeln:

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– Teilen der Videos auf Facebook/Twitter

– Erwähnen des Videos unter anderen Posts/Tweets

– Interlink am Ende eines Videos einzufügen, um den Zuschauern die Suche zu erleichtern

– Das Video als Erstes auf dem Channel aufführen

Marina Reese

Written by: Marina Reese

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